— Henriette —
Mumie. Ich muss schmunzeln. So hat sich Viola ihr Kostüm sicherlich nicht vorgestellt. Oder doch? Nackt steht sie vor mir und sieht mich erst erwartungsvoll, dann mit großen Augen an, als ich die große Rolle pinkfarbenes Bondage-Tape zücke.
Langsam beginne ich, sie damit einzuwickeln. Sparsam. Beginnend an den Beinen. Ihren Duft einatmend, während ich mit dem zweiten Bein weiter mache, dann die Arme. Cute sieht sie aus. Nackt. Jetzt ist der Oberkörper dran. Sie bekommt eine Gänsehaut, als ich Tape um ihre Brüste wickle. Absichtlich lasse ich einen Nippel aus. Zwicke hinein. Sie stöhnt, ich grinse. Streiche über den bedeckten Nippel. Erneutes Stöhnen. Nice. Den ›Rock‹ aus Tape lasse ich so kurz, dass man den Ansatz ihres Hinterns sehen kann und ich problemlos zwischen ihre Beine greifen kann, um zu fühlen, wie nass sie bereits ist.
Ich ziehe sie an mich. Küsse sie gierig. Lange. Bevor ich mit ihrem Kopf weitermache. Zuerst ihr Hals, dann weiter nach oben. Das Gesicht lasse ich aus. Nur zwischen ihren Zöpfen hindurch, am Hinterkopf entlang. Etwas unterm Kinn. Zufrieden betrachte ich mein Werk. Sexy. Barfuß. Mehr nackt als angezogen.
Unsicher tritt sie von einem Bein aufs andere. Mir ist bewusst, dass es ihr unangenehm ist und es sie gleichzeitig anmacht. Dass sie jetzt bereits ausläuft. Die Wangen rosa vor Scham. Das ist genau, was ich damit bezwecken wollte. Sie aus ihrer Komfortzone holen.
»Alles okay?«, frage ich sicherheitshalber nach.
Sie nickt. Wirft einen Blick an mir vorbei in den Spiegel. Grinst.
Aber das Wichtigste fehlt noch. Ich trete hinter sie und lege ihr das schwarze Halsband mit den Regenbogenverzierungen an. Unser Halsband. Lächelnd sehen wir uns im Spiegel in die Augen. Dann drehe ich sie zu mir um und befestige die dazu passende Leine in der Öse.
Die Party kann losgehen.
— für den Kinktober-Prompt „Bondage“